Wie arbeiten wir?
Selbsthilfegruppen arbeiten ohne feste Regeln und Vorschriften. Die Mitglieder der Gruppe bringen ihre Erfahrungen mit Suchtmitteln sowie ihre Lebenserfahrung in die Gruppe ein. In regelmäßigen Gesprächen, ohne Mitwirkung von professioneller Hilfe, lernen die Gruppenteilnehmer, mit ihren Konflikten angemessen umzugehen und versuchen, ihre persönlichen Probleme gemeinsam zu lösen.
Als optimale Größe für eine Gruppe sieht man 8 - 12 Personen an. Die Gruppe trifft sich über mehrere Jahre wöchentlich.
Die Hilfe in der Gruppe ist wechselseitig, kooperativ und demokratisch. Sie ist als Gruppenselbstbehandlung zu bezeichnen, deren wichtigsten Merkmale sind:
- alle Gruppenmitglieder haben ähnliche Erfahrungen/ Schwierigkeiten
- alle Gruppenmitglieder sind gleichgestellt
- jedes Gruppenmitglied bestimmt über sich selbst
- die Gruppe entscheidet in Eigenverantwortung
- es besteht Gruppenschweigepflicht, d .h., alles, was in der Gruppe besprochen wird, bleibt in der Gruppe
Die Teilnahme an einer Gruppe bewirkt beim einzelnen :
- Entfaltung seiner Persönlichkeit
- Förderung von sozialem Verhalten und Haltungsänderung
- Konfliktfähigkeit
- Kommunikationsfähigkeit
- Selbstannahme
- Stärkung des Selbstwertgefühls und des Selbstbewusstseins
- Empfinden- und Ausdrückenskönnen von Gefühlen (Freude, Trauer Schmerz u. v. m.)
Die Eigeninitiative und Selbstverantwortung der Gruppenteilnehmer werden gefördert. Selbsthilfe führt letztlich zu seelisch-geistiger und körperlicher Gesundung in langfristigen Rehabilitationsprozessen.
Grundsätzlich ist es oberstes Ziel einer jeden Gruppe, in dem Hilfsprozess zu lernen, sich selbst und anderen zu helfen. Dies geschieht durch intensive Aussprache über persönliche Probleme, gleich welcher Art und durch Auseinandersetzung mit den hierbei entstehenden und vorhandenen Gefühlen.